Darum geht es in Folge 7
Wir atmen rund 20.000 Mal am Tag, meistens ohne darauf zu achten. Denise Marie Schurr arbeitet seit drei Jahren selbstständig mit dem Atem, in Einzelsessions, in Gruppen und in ihrer Ausbildung „verkörpert.“. Mit Marc spricht sie über das autonome Nervensystem: den Sympathikus mit Kampf und Flucht, den Parasympathikus und das Erstarren als dritte Reaktion, über die kaum jemand spricht.
Laut Denise sendet schnelles, flaches Atmen dem Gehirn ständig das Signal, dass Gefahr droht, und rund 80 Prozent des Vagusnervs senden vom Körper zum Gehirn. Sie erklärt, wie sich ein Atemmuster über das ganze Leben formt, warum man sich mit Affirmationen nur bis zu einer gewissen Tiefe gesund reden kann und was in einer Session mit bewusst verbundenem Atmen passiert. Marc erzählt von seiner Reha nach einem Fahrradunfall, in der ihm auffiel, dass er nur bis in die Brust atmet. Am Ende leitet Denise eine 4-8-Atmung an, die du direkt mitmachen kannst.
Die wichtigsten Themen
• Warum Denise auf eine Ausbildung mit Selbsterfahrung und Traumasensibilität besteht
• Sympathikus, Parasympathikus und das Erstarren einfach erklärt
• Flaches Atmen als Gefahrensignal und die Rolle des Vagusnervs
• Das Eisberg-Modell und die Grenzen der Mindset-Arbeit
• Was in einer Breathwork-Session passiert und warum man sie nie allein macht
• Nasenatmung im Alltag und beim Sport
• Atmen in der Kältekammer und die 4-8-Atmung zum Mitmachen
Kapitel der Folge
00:00 Wir atmen 20.000 Mal am Tag: was, wenn wir falsch atmen?
00:30 Wer ist Denise Marie Schurr? Der Atem als Brücke
06:00 „Kein anerkannter Beruf“: warum sie auf Ausbildung besteht
07:24 Traumasensibilität: Was Trauma wirklich ist
13:30 Somatik heißt körperlich: der Unterschied zum Mindset-Coaching
15:33 Atmen ist ein Automatismus, und genau das ist das Problem
16:00 Marcs Reha: der Schulterbruch und die zu flache Atmung
18:29 Nervensystem erklärt: Sympathikus, Kampf und Flucht
21:01 Toleranzfenster, Resilienz und der Parasympathikus
22:35 Erstarren: die dritte Reaktion, über die kaum jemand spricht
25:51 Flach atmen sendet deinem Gehirn ein Gefahrensignal
27:02 Der Vagusnerv: 80 Prozent senden vom Körper ins Gehirn
28:09 Wie sich dein Atemmuster über ein ganzes Leben formt
29:36 Ein tiefer Atemzug verändert sofort etwas: „Ich bin sicher“
33:30 Das Eisberg-Modell und die Grenzen der Mindset-Arbeit
35:30 Prägung ab dem Mutterleib: Geburt, Sicherheit, Bindung
40:48 „Stell dich nicht so an“: wenn kleine Sätze groß wirken
42:44 Was in einer Session passiert: Zittern, Tränen, Emotionen
43:45 Emotionen dauern 90 Sekunden, wenn man sie durchlässt
46:10 Warum man Breathwork niemals allein machen sollte
47:22 Der Impuls, Ratschläge zu geben, und was er über dich sagt
1:01:44 Wo du Denise findest und warum Menschen 400 km fahren
1:06:49 Bewusstseinserweiterung und Gehirnwellen
1:09:06 Ablauf einer Session: intensives, bewusst verbundenes Atmen
1:10:22 Nasenatmung ist die physiologisch richtige Atmung
1:11:09 Nase beim Sport? „Dann musst du langsamer laufen“
1:14:07 Tipps für zu Hause und Atmen in der Kältekammer
1:18:03 Die 4-8-Atmung: angeleitete Übung zum Mitmachen
1:26:32 Dieser Atemzug ist jetzt: der Zugang zum Moment
1:30:59 Die letzte Frage: Wie heißt dein neues Kapitel?
Über Denise Marie Schurr
Denise Marie Schurr begleitet Menschen mit bewusst verbundenem Atmen und somatischer Prozessbegleitung, einzeln, in Gruppen und online. Ihr Studio liegt in Deißlingen bei Rottweil, nach ihren Worten reisen manche Menschen 300 bis 400 Kilometer an, um zu ihr zu kommen. Seit drei Jahren ist sie selbstständig und gibt ihr Wissen inzwischen in ihrer eigenen Ausbildung „verkörpert.“ weiter.
Denise Marie Schurr und der freezeclub
Marc und Denise haben sich bei einem Breathwork-Event im freezeclub kennengelernt. Marc gibt seinen Kundinnen und Kunden vor der Kältekammer mit, schon beim Umziehen kontrolliert und tief zu atmen und diese Atmung mit in die Kälte zu nehmen, auch wenn kurz der Impuls kommt, die Luft anzuhalten oder wieder hinauszugehen. Denise hält das für einen sehr guten Tipp, egal ob es in die Kältekammer, ins kalte Wasser oder in die Sauna geht. Für den Alltag empfiehlt sie ein fließendes, vollständiges Atmen in Bauch und Brust mit einer längeren Ausatmung. Die Ganzkörper-Kältekammer im freezeclub in der Wilhelmstraße 45 in Balingen erreicht bis zu minus 85 Grad. Zum Kennenlernen gibt es zwei Anwendungen für zusammen 39 Euro.
Wichtig: Intensives Breathwork sollte nie allein praktiziert werden. Wer Vorerkrankungen hat, klärt das vorher ärztlich ab. Diese Folge ersetzt keine medizinische oder therapeutische Beratung.
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freeze & talk.